Die meisten Probleme, die wir in Audits von WordPress-Websites finden, gehen auf Einstellungen zurück, die jemand vor Jahren gesetzt und vergessen hat, auf Plugins, die mehr tun als gedacht, oder auf Umzüge, bei denen ein Schritt fehlte. Diese Seite sammelt die Fehler, die uns am häufigsten begegnen, mit der Ursache und dem Weg zur Lösung. Die Reihenfolge entspricht ungefähr ihrer Wirkung: Die ersten Fehler können eine Website ganz aus der Suche nehmen, die späteren kosten Sichtbarkeit nach und nach.
Der vergessene Haken bei der Sichtbarkeit
Unter Einstellungen und Lesen gibt es die Option "Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren". Ist sie aktiv, setzt WordPress seit Version 5.3 ein robots-Meta-Element mit noindex und nofollow in jede Seite [1]. Auf Testumgebungen ist das richtig. Nach dem Umzug auf die echte Domain wird der Haken aber oft vergessen, und die Website verschwindet nach und nach aus Google.

Lösung: Haken entfernen, in der Search Console mit der URL-Prüfung einige wichtige Seiten neu prüfen lassen und die Sitemap erneut einreichen. Mach diese Kontrolle zum festen Schritt jedes Livegangs.
Zwei SEO-Plugins gleichzeitig
Beim Wechsel von Yoast zu Rank Math oder umgekehrt bleibt das alte Plugin häufig aktiv. Dann stehen im Quelltext zwei Titel, zwei Beschreibungen, zwei kanonische Links und doppelte strukturierte Daten, und es gibt zwei Sitemaps. Ähnliches passiert, wenn ein Theme eigene SEO-Felder mitbringt. Google empfiehlt ausdrücklich, für dieselbe Seite keine unterschiedlichen kanonischen Adressen anzugeben [2].
Lösung: Den Import des neuen Plugins nutzen, Stichproben prüfen und das alte Plugin danach deaktivieren und löschen. Welche Plugins es gibt, zeigt der Vergleich WordPress SEO Plugins.
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Archive und Anhangseiten im Index
WordPress erzeugt für jedes Schlagwort, jeden Autor, jeden Monat und jedes hochgeladene Bild eine eigene Seite. Die meisten davon zeigen nur Ausschnitte von Beiträgen oder ein einzelnes Bild. Stehen sie im Index, konkurrieren sie mit deinen eigentlichen Inhalten und verbrauchen Aufmerksamkeit von Google für Seiten ohne Nutzen. Auf Websites mit vielen Schlagwörtern sind das schnell mehr Archivseiten als Beiträge.
Lösung: Im SEO-Plugin Schlagwörter, Datumsarchive und Anhangseiten auf noindex setzen und aus der Sitemap nehmen. Kategorien mit eigenem Einleitungstext können im Index bleiben.
Permalinks geändert, Weiterleitungen vergessen
Wer die Permalink-Struktur umstellt, eine Seite umbenennt oder Beiträge zusammenlegt, ändert Adressen. Ohne Weiterleitung führen alte Links und Einträge im Index auf eine Fehlerseite, und die Signale der alten Adresse gehen verloren. Google empfiehlt für geänderte Adressen dauerhafte Weiterleitungen auf dem Server, die direkt auf das endgültige Ziel zeigen, ohne Ketten, und die mindestens ein Jahr bestehen bleiben [3].

Lösung: Vor jeder Änderung eine Liste der alten und neuen Adressen anlegen und die Weiterleitungen mit dem Statuscode 301 einrichten. Der 404-Bericht deines SEO-Plugins oder die Search Console zeigen Adressen, die schon ins Leere laufen. Bei größeren Umzügen hilft der Ratgeber WordPress SEO bei Umzug und Relaunch.
Eine robots.txt, die zu viel sperrt
In älteren Installationen finden wir oft robots.txt-Dateien, die /wp-content/ oder /wp-includes/ ganz sperren. Damit kann Google Stylesheets, Skripte und Bilder nicht abrufen. Ein anderer Fall ist der Versuch, Seiten per robots.txt aus den Suchergebnissen zu entfernen. Google weist darauf hin, dass gesperrte Adressen trotzdem erscheinen können, dann ohne Beschreibung [4].
Lösung: Die robots.txt auf das Nötige beschränken und Seiten, die nicht in den Index sollen, mit noindex versehen. Einzelheiten stehen unter WordPress robots.txt.
Titel und Beschreibungen aus der Vorlage
SEO-Plugins füllen Titel und Beschreibungen automatisch aus Vorlagen. Das ist praktisch, führt aber dazu, dass Beschreibungen auf vielen Seiten gleich lauten oder nur aus dem ersten Satz des Beitrags bestehen. Google empfiehlt für jede Seite einen eigenen, beschreibenden Titel ohne wiederholte Textbausteine [5] und eine eigene Beschreibung für wichtige Seiten [6].
Lösung: Die Vorlagen sinnvoll einstellen und für die Seiten, die Besucher bringen sollen, Titel und Beschreibung von Hand schreiben. Bei einer großen Website beginnst du mit den Seiten, die laut Search Console die meisten Impressionen haben.
Texte für die grüne Ampel
Die Inhaltsanalyse der SEO-Plugins verleitet dazu, Texte für einen grünen Punkt umzuschreiben: das Keyword noch einmal eingestreut, ein Absatz künstlich verlängert. Das macht Texte selten besser. Google schreibt, dass es keine bevorzugte Wortzahl gibt und Inhalte vor allem für Menschen geschrieben sein sollen [7].
Lösung: Die Hinweise als Gedächtnisstütze nutzen und selbst entscheiden, ob ein Hinweis dem Leser hilft. Mehr dazu unter Content-SEO für WordPress.
Langsame Seiten durch Baukästen und Plugins
Seitenbaukästen und Plugins für Formulare, Slider oder Cookie-Hinweise laden ihre Skripte oft auf jeder Seite, auch wenn sie nur auf einer gebraucht werden. Ein anderer häufiger Fehler: Ein Optimierungs-Plugin lädt alle Bilder verzögert, auch das große Bild ganz oben. WordPress selbst lädt dieses Bild seit Version 6.3 bevorzugt und nicht verzögert [8], ein Plugin kann das wieder aushebeln. Google nennt als Schwelle für einen guten Largest Contentful Paint 2,5 Sekunden [9].

Lösung: Ungenutzte Plugins entfernen, Skripte nur dort laden, wo sie gebraucht werden, und die Einstellungen zum verzögerten Laden prüfen. Hilfe dazu gibt Core Web Vitals in WordPress optimieren.
Falsche Erwartungen an strukturierte Daten
Viele Websites setzen FAQ-Blöcke mit Schema ein, um ausklappbare Fragen in den Suchergebnissen zu bekommen. Ab August 2023 zeigte Google diese Darstellung nur noch für bekannte, maßgebliche Websites von Behörden und aus dem Gesundheitsbereich [10], seit dem 07.05.2026 zeigt die Google Suche sie gar nicht mehr [11]. Das Markup schadet nicht, bringt aber keine besondere Darstellung mehr.
Lösung: FAQ-Blöcke nur dort einsetzen, wo die Fragen Lesern helfen, und die Arbeit an strukturierten Daten auf Typen lenken, die für deine Seiten zählen. Mehr unter Schema-Markup in WordPress.
Eine offene Testumgebung
Staging-Kopien auf einer Subdomain sind praktisch, landen aber im Index, wenn sie öffentlich erreichbar sind und jemand auf sie verlinkt. Dann konkurriert die Kopie mit der echten Website. Google nennt den Passwortschutz als sicheren Weg, Seiten aus den Suchergebnissen herauszuhalten [4].
Lösung: Testumgebungen mit einem Passwort auf Serverebene schützen und zusätzlich den Haken bei der Sichtbarkeit setzen. Beim Umzug auf die echte Domain wird der Haken dann entfernt, siehe ganz oben.
So findest du deine Fehler
Die meisten dieser Fehler zeigt die Google Search Console: Der Bericht zur Seitenindexierung nennt ausgeschlossene Seiten und den Grund, die URL-Prüfung zeigt den kanonischen Link und den Status einer einzelnen Adresse. Ein Blick in den Quelltext einer Seite verrät doppelte Titel und strukturierte Daten. Eine Liste der Grundeinstellungen bietet die WordPress SEO Checkliste.
Du findest einen Fehler auf deiner Website und weißt nicht, wie du ihn behebst? Stell die Frage in der gratis Sprechstunde. Wer seine ganze Website prüfen lassen möchte, findet dazu das WordPress SEO-Audit.
- Organisation Settings Reading screen. WordPress.org Documentation. Stand 08.06.2024. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Kanonische URLs angeben. Google Search Central. Stand 15.07.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Website mit URL-Änderungen verschieben. Google Search Central. Stand 09.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Einführung in robots.txt. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Titellinks in der Google Suche beeinflussen. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Snippets in den Google-Suchergebnissen beeinflussen. Google Search Central. Stand 23.04.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Hilfreiche, vertrauenswürdige, nutzerorientierte Inhalte erstellen. Google Search Central. Stand 07.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Image performance enhancements in WordPress 6.3. Make WordPress Core, Felix Arntz. Stand 13.07.2023. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Core Web Vitals und Google-Suchergebnisse. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Changes to HowTo and FAQ rich results. Google Search Central Blog. Stand 08.08.2023. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Neueste Änderungen an der Dokumentation zur Google Suche. Google Search Central. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Was ist der häufigste SEO-Fehler bei WordPress?
In unseren Audits sind es indexierte Archive ohne Inhalt und Titel aus Vorlagen. Am folgenreichsten ist der vergessene Haken "Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren", weil er die ganze Website aus der Suche nehmen kann.
Wie merke ich, dass meine Website auf noindex steht?
Im Bericht zur Seitenindexierung der Search Console erscheinen viele Seiten als "durch noindex-Tag ausgeschlossen". Im Quelltext steht ein robots-Meta-Element mit noindex.
Darf ich nachträglich die Permalinks ändern?
Ja, aber nur mit Weiterleitungen von allen alten auf die neuen Adressen. Google empfiehlt, diese Weiterleitungen mindestens ein Jahr bestehen zu lassen.
Schadet ein zweites SEO-Plugin wirklich?
Ja. Zwei Plugins erzeugen doppelte Titel, kanonische Links und strukturierte Daten. Das macht es Google schwerer, die richtigen Angaben zu erkennen.
Muss ich jeden roten Punkt der Inhaltsanalyse beheben?
Nein. Die Analyse arbeitet mechanisch. Entscheidend ist, ob der Text die Frage des Lesers beantwortet. Google nennt keine bevorzugte Wortzahl.
Noch eine Frage offen?
In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.
Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.



