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Ratgeber

WordPress SEO bei Umzug und Relaunch: Rankings sicher mitnehmen

Bei einem Umzug oder Relaunch mit WordPress bleiben Rankings erhalten, wenn jede alte Adresse dauerhaft auf ihre neue Entsprechung weiterleitet. Dafür legst du vorher eine Liste aller wichtigen Adressen an, richtest 301-Weiterleitungen auf dem Server ein, stellst die Adressen in der Datenbank mit einem geeigneten Werkzeug um und prüfst nach dem Livegang Indexierung, Sitemap und Fehlerseiten in der Search Console.

Gestapelte Umzugskartons in einem hellen, leeren Wohnzimmer mit eingerolltem Teppich und Topfpflanze
Bild: KI-generiert

Ein neues Theme, eine neue Domain, ein Wechsel von http auf https oder der Umzug einer anderen Software zu WordPress: Jedes dieser Vorhaben kann Sichtbarkeit kosten, wenn Adressen sich ändern und niemand die alten auf die neuen umleitet. In unseren Projekten sehen wir den größten Teil der Verluste nach einem Relaunch an genau dieser Stelle. Mit einer guten Vorbereitung lässt sich das vermeiden. Dieser Ratgeber führt durch die Schritte vor, während und nach dem Umzug.

Welche Art von Umzug du planst

Nicht jeder Umzug ist gleich riskant. Ein Wechsel des Hosters, bei dem Domain und Adressen gleich bleiben, betrifft die Suche kaum, solange die Website danach genauso erreichbar ist. Ein neues Theme mit denselben Adressen ändert Überschriften, interne Links und Ladezeit, aber keine Adressen. Riskanter wird es, wenn sich Adressen ändern: neue Permalink-Struktur, neue Domain, zusammengelegte Seiten oder der Wechsel von einem anderen System zu WordPress. Google behandelt solche Vorhaben als Umzug mit URL-Änderungen und hat dafür eine eigene Anleitung [1].

Vor dem Umzug: die Adressliste

Die wichtigste Vorarbeit ist eine Liste aller alten Adressen mit ihrem neuen Ziel. Google empfiehlt, die wichtigen Adressen über Sitemaps, Serverprotokolle und die Webanalyse zu ermitteln und jeder alten Adresse eine neue zuzuordnen [1]. Bei WordPress kommen dazu die Adressen, die WordPress selbst erzeugt: Kategorien, Schlagwörter, Autorenarchive, Anhangseiten und Feeds.

Mann um die fünfzig beschriftet leere Karteikarten und sortiert sie in einen Holzkasten
Bild: KI-generiert

Markiere in der Liste die Seiten, die heute Besucher aus der Suche bringen und Verweise von anderen Websites haben. Die Search Console zeigt beides. Diese Seiten brauchen ein inhaltlich passendes neues Ziel, keine Weiterleitung auf die Startseite. Für Seiten, die bewusst wegfallen und keinen Ersatz haben, liefert der Server den Status 404 oder 410 [1].

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.

Die Testumgebung vorbereiten

Die neue Website entsteht am besten auf einer Kopie, die für Suchmaschinen gesperrt ist. Ein Passwortschutz auf Serverebene ist dafür am sichersten. Zusätzlich setzt du unter Einstellungen und Lesen den Haken "Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren". Seit WordPress 5.3 setzt das ein noindex in jede Seite [2]. Notiere dir, dass dieser Haken beim Livegang wieder entfernt werden muss. Auf der Testumgebung prüfst du schon vorher Titel, Beschreibungen, kanonische Links und die Ladezeit, denn ein Relaunch ist die beste Gelegenheit, alte Fehler nicht mitzunehmen.

Vergleiche dabei auch die Inhalte. Bei einem neuen Design werden Texte gern gekürzt, weil sie im neuen Layout zu lang wirken, oder Zwischenüberschriften verschwinden in Akkordeons und Reitern. Wenn eine Seite bisher für eine Suchanfrage rankte, weil sie diese ausführlich beantwortete, kann eine gekürzte Fassung genau das verlieren. Übernimm Inhalte, die Besucher bringen, möglichst vollständig und verbessere sie, statt sie zusammenzustreichen.

Weiterleitungen einrichten

Für geänderte Adressen nutzt du dauerhafte Weiterleitungen mit den Statuscodes 301 oder 308. Google zeigt bei dauerhaften Weiterleitungen das neue Ziel in den Suchergebnissen, bei vorübergehenden wie 302 bleibt die alte Adresse stehen [3]. Weiterleitungen auf dem Server wertet Google am zuverlässigsten [3]. Jede alte Adresse soll direkt auf ihr endgültiges Ziel zeigen, ohne Ketten über mehrere Stationen, und die Weiterleitungen sollen generell mindestens ein Jahr bestehen bleiben [1].

Weiche auf einem Bahngleis auf dem Land in Nahaufnahme, Morgennebel
Bild: KI-generiert

In WordPress gibt es mehrere Wege. Bei wenigen Dutzend Adressen reicht der Weiterleitungsmanager eines SEO-Plugins, etwa in Rank Math oder Yoast Premium. Bei vielen Adressen, zum Beispiel nach einer Umstellung der ganzen Permalink-Struktur, sind Regeln in der Serverkonfiguration schneller und robuster. Wie du die Struktur festlegst, erklärt der Ratgeber WordPress Permalinks.

Die Datenbank beim Domainwechsel umstellen

Zieht WordPress auf eine neue Domain, stehen die alten Adressen nicht nur in den Einstellungen, sie stecken auch in Beiträgen, Menüs und Einstellungen von Plugins. Die Dokumentation von WordPress rät, vorher eine Sicherung der Datenbank anzulegen und die Adressen mit einem dafür gebauten Werkzeug wie dem Befehl search-replace von WP-CLI zu ersetzen. Ein einfaches Suchen und Ersetzen kann serialisierte Daten beschädigen, weil sich mit der Adresse auch die Länge der Zeichenkette ändert [4]. Die Spalte GUID der Beiträge soll dabei unverändert bleiben [4].

Danach stellst du unter Einstellungen und Allgemein die neue WordPress-Adresse und Website-Adresse ein, speicherst die Permalinks einmal neu und prüfst, ob interne Links, Bilder und Formulare auf die neue Domain zeigen.

Der Livegang

  1. Den Haken bei der Sichtbarkeit entfernen und prüfen, dass kein noindex mehr ausgegeben wird.
  2. Die robots.txt kontrollieren: Sie darf keine Sperren aus der Testumgebung enthalten [1].
  3. Die Weiterleitungen aktivieren und eine Stichprobe der wichtigsten alten Adressen aufrufen.
  4. Kanonische Links, hreflang-Angaben und interne Links auf die neuen Adressen prüfen [1].
  5. Die neue Sitemap in der Search Console einreichen.
  6. Bei einer neuen Domain das Tool zur Adressänderung in der Search Console nutzen. Es ist nur für den Wechsel von Domain oder Subdomain gedacht, nicht für den Wechsel auf https oder von Pfaden innerhalb einer Domain [1].

Achte auch darauf, dass der neue Server die Last verkraftet. Google crawlt eine Website nach einem Umzug oft stärker als sonst [1].

Nach dem Umzug kontrollieren

Schwankungen bei Rankings und Sichtbarkeit sind nach einem Umzug normal, weil Google die Seiten neu crawlt und einordnet. Bei mittelgroßen Websites kann das laut Google einige Wochen oder länger dauern [1]. In dieser Zeit beobachtest du in der Search Console die Berichte zur Seitenindexierung, zu den Sitemaps und zur Leistung in der Suche, sowohl für die alte als auch für die neue Property. Der 404-Monitor deines SEO-Plugins oder die Serverprotokolle zeigen Adressen, für die noch eine Weiterleitung fehlt.

Frau um die dreißig prüft mit einem Notizblock Türen und Fenster einer neu eingerichteten Wohnung
Bild: KI-generiert

Prüfe in den ersten Tagen täglich, danach wöchentlich. Fallen wichtige Seiten auch nach einigen Wochen nicht zurück auf ihr altes Niveau, lohnt sich ein Vergleich der alten und neuen Fassung: Fehlt Text, ist eine Überschrift verschwunden, verlinken weniger Seiten auf die Seite als vorher? Typische Ursachen stehen unter häufige WordPress SEO Fehler.

Wann du Hilfe holen solltest

Ein Hosterwechsel mit gleicher Domain gelingt mit einer guten Sicherung meist ohne fremde Hilfe. Bei einem Domainwechsel, einer neuen Permalink-Struktur oder dem Wechsel von einem anderen System zu WordPress lohnt sich ein zweiter Blick, bevor die Website live geht. Ein WordPress SEO-Audit vor dem Relaunch hält fest, welche Seiten heute Besucher bringen. Für große Umzüge gibt es auf unserer Hauptseite die Leistung Website-Migration. Wer zu unserem Hosting wechselt, findet den Ablauf unter WordPress Umzug.

Du planst einen Relaunch oder Umzug und willst wissen, worauf du bei deiner Website achten musst? Stell die Frage in der gratis Sprechstunde, am besten bevor das neue Theme fertig ist.

  1. Organisation Website mit URL-Änderungen verschieben. Google Search Central. Stand 09.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Settings Reading screen. WordPress.org Documentation. Stand 08.06.2024. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation Weiterleitungen und die Google Suche. Google Search Central. Stand 20.04.2026. abgerufen am 31.10.2026
  4. Organisation Moving WordPress. WordPress Advanced Administration Handbook. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Verliere ich bei einem Relaunch meine Rankings?

Nicht zwingend. Wenn jede alte Adresse dauerhaft auf ein passendes neues Ziel weiterleitet und Inhalte nicht verloren gehen, bleiben die Rankings meist erhalten. Vorübergehende Schwankungen sind normal.

Wie lange müssen die Weiterleitungen bestehen bleiben?

Google empfiehlt generell mindestens ein Jahr. Wir lassen sie in unseren Projekten in der Regel dauerhaft stehen, weil auch alte Verweise von anderen Websites darauf zeigen.

301 oder 302?

Für dauerhafte Änderungen 301 oder 308. Dann zeigt Google die neue Adresse in den Suchergebnissen. Eine 302-Weiterleitung lässt die alte Adresse stehen.

Wie ändere ich die Domain in der WordPress-Datenbank?

Mit einem Werkzeug, das serialisierte Daten berücksichtigt, etwa dem Befehl search-replace von WP-CLI. Ein einfaches Suchen und Ersetzen in der Datenbank kann Einstellungen beschädigen. Vorher eine Sicherung anlegen.

Brauche ich das Tool zur Adressänderung in der Search Console?

Nur beim Wechsel der Domain oder Subdomain. Für den Wechsel auf https oder neue Pfade innerhalb derselben Domain ist es nicht gedacht.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.

Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.

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